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SPD Pohlheim besucht den neuen Geschäftsführer der Lebenshilfe

20.09.2017  |  SPD Ortsverein

„Die Bedeutung der Lebenshilfe und der Wert der geleisteten Arbeit für die Stadt Pohlheim steht für uns Sozialdemokraten außer Frage“, betonte der Sozialexperte Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster nach einem Besuch des SPD Ortsvereins bei dem neuen Geschäftsführer der Lebenshilfe, Dirk Oßwald.

Der gemeinsame Austausch mit der Lebenshilfe habe Tradition und werde auch in Zukunft weitergeführt, kündigte die Vorsitzende der Pohlheimer SPD, Sabine Scheele-Brenne an.

Dirk Oßwald, als ehemaliger Kreisbeigeordneter des Landkreises in Pohlheim kein Unbekannter, informierte die Sozialdemokraten über das aktuelle Angebots-Portfolio der Lebenshilfe. Die Vielfalt der Aufgaben und die Bandbreite der Aktivitäten, zu dem seit knapp einem Jahr auch eine Reiseagentur und seit kurzem auch ein sog. Repair-Café in Zusammenarbeit mit dem Pohlheimer Seniorenbeirat gehört, beeindruckte die Besucher.

Die Lebenshilfe sei im Bereich der Kinderbetreuung mittlerweile der größte freie Träger und ein gefragter Dienstleister für die Kommunen in diesem Bereich. Der personalintensive Kindergartenbereich mit aufwändigem Fortbildungsangebot für die Erziehenden – so Oßwald – schreibe aber rote Zahlen.

Ein Schwerpunkt des Gesprächs lag auf aktuellen Pohlheimer Themen.
Auf Nachfrage von Klaus-Dieter Gimbel und Prof. Dr. Huster, die das zukünftige Gelände des Waldkindergartens bei einer Begehung in einem verwahrlosten und unsicheren Zustand angetroffen hatte, versicherte Oßwald, das Gelände werde bis zum Einzug der bis zu zwanzig Kinder im April 2018 instandgesetzt sein. Die Verkehrssicherheit des Geländes des früheren Karl-May-Vereins, das die Lebenshilfe für 10 Jahre von der Stadt Gießen gepachtet hat, sei dann gewährleistet und auch die nötige Infrastruktur würde rechtzeitig fertig. Auch für das Mittagessen der Ganztagesgruppe gäbe eine mittlerweile ein Konzept. Auf Nachfrage erklärte Oßwald, dass die zunächst bei der Lebenshilfe anfallenden investiven Kosten in Jahresraten von den kommunalen Nutzern beglichen werden müssen.

Auch kritische Themen wurden bei dem Gespräch nicht ausgespart. Die Sozialdemokraten hatten in der Vergangenheit immer wieder die sog. Overheadkosten hinterfragt, welche die Lebenshilfe der Stadt für jede von ihr betreute Kindergartengruppe zusätzlich in Rechnung stellt. „Als Kommunalpolitiker stehen wir natürlich in der Verantwortung die Kosten, die für die Kinderbetreuung entstehen, kritisch zu beleuchten“ begründete Fraktionsvorsitzender Peter Alexander das Vorgehen „Wir sind froh, dass Herr Oßwald uns völlige Transparenz bei dem Overhead zugesagt hat und uns Informationen über die Entstehung der Kosten bereitstellen will. Dieses sei bei der Vorlage der Verträge mit der Lebenshilfe seitens des Magistrats unterblieben, wodurch nur unnötiges Misstrauen zwischen den Beteiligten entstanden ist“.

Einig war man sich auch beim Thema Familienzentrum bzw. Generationenbrücke, dass solche Netzwerkstrukturen zur generationenübergreifenden Arbeit Personalressourcen erfordern, die von der Kommune finanziert werden müssen, um die Ehrenamtlichen professionell zu unterstützen und die Angebote zu koordinieren.

Auch in diesen Bereichen wollen die Kommunalpolitiker von den Erfahrungen der Lebenshilfe profitieren. Oßwald selber drückte den Wunsch nach einem kontinuierlichen Informationsaustausch zwischen der Lebenshilfe und den politischen Gremien in Pohlheim aus, ein Wunsch, bei dem ihm die Sozialdemokraten gerne ihre volle Unterstützung zusagten.