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Gewerbegebiet „Garbenteich-Ost“: Was folgt nach dem Outlet-Flop?

31.07.2019  |  Fraktion

Nach vielen Nachfragen, in denen vermutet worden ist, dass die Outlet-Planungen nicht realisierbar seien, besteht nunmehr endlich Gewissheit. Ende Juni hat Herr Bürgermeister Schöffmann von Dritten für sich erklären lassen, dass sein gewünschtes Prestigeobjekt „Outlet-Garbenteich“ gescheitert ist. Damit stellt sich die Frage, wie das Gewerbegebiet „Garbenteich-Ost“ zukünftig genutzt werden soll.
Verschiedenen Aussagen von Herrn Bürgermeister Schöffmann konnte man entnehmen, dass es ihm nach wie vor darum geht, dort ein Prestigeprojekt zu platzieren. Immer wieder wird das Interesse von Großlogistikern publiziert.
Die SPD Pohlheim war gegen die Ansiedlung eines „Outlets“ und ist genauso strikt gegen die Ansiedlung eines Großlogistikers, stellt der Fraktionsvorsitzende Peter Alexander fest. Die Bevölkerung würde durch die starke Zunahme des Kfz-Verkehrs insbesondere in den Bereichen Umwelt und Lärm in beiden Fällen extrem belastet. Arbeitsplätze würden
bei Logistikunternehmen überwiegend nur im niedrigen Lohnsektor entstehen.
Gewerbliche Ansiedlungspolitik zur Schaffung von Arbeitsplätzen und zur Erzielung von Steuereinnahmen findet grundsätzlich die Zustimmung der SPD Pohlheim, so Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster – stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Dies sollte aber durch Ansiedlung mittelständischer Unternehmen angestrebt werden. Ein Großinvestor mit den Folgen der Abhängigkeit von diesem ist zu vermeiden.
Bei der Ansiedlung von Gewerbeunternehmen muss die Zielsetzung verfolgt werden, dass die hierdurch gegebene Umweltbelastung möglichst gering gehalten wird, erklärt Klaus-Dieter Gimbel.
Die Erschließung sollte in zeitlich aufeinander folgenden Teilabschnitten in einer Größenordnung von jeweils 5 – 7 ha Fläche erfolgen. Diese Teilabschnitte sind im östlichen Bereich des Gewerbegebietes entlang der BAB 5 auszuweisen, so der Bauexperte Horst Biadala. Die zur Wohnortlage von Garbenteich angrenzende Restfläche des Areals von 40 – 50 % ist wieder in eine landwirtschaftlich genutzte Fläche umzuwidmen. Weitere Gewerbe-flächen sind bei Bedarf an anderer Stelle auszuweisen.
Die SPD wird zur Umsetzung dieser Ansätze einen neuen Antrag in die politischen Gremien einbringen. Dieser wird für zukünftige Gewerbegebiete ökologische Ansätze aufzeigen und soll kurzfristig zu neuen Arbeitsplätzen und höheren Steuereinnahmen führen.
Zur Erreichung dieser Ziele sind durch die Mehrheitsbeschlüsse von CDU/FW pro „Outlet“ bereits unnötig fast 2 Jahre verschenkt worden.
Die SPD erwartet von den Mehrheitsfraktionen einen offenen Meinungsaustausch und endlich ein Aufeinander zugehen in der Stadtverordnetenversammlung, um Kompromisse im Interesse der Stadt Pohlheim zu ermöglichen. Die Verfolgung von Prestigeobjekten hingegen zur Selbstdarstellung einzelner Personen sollte zukünftig unterbleiben.