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Keine Verschwendung von Pohlheimer Land

14.07.2018  |  Allgemein

Die SPD Pohlheim fordert die Pohlheimer Bürger auf, beim Outlet-Bürgerentscheid am 19. August mit einem deutlichen Ja für ein Ende der unsinnigen Planungen zu stimmen.

(Lesen Sie dazu auch: » 10 Gründe, warum wir gegen ein Outlet-Center in Pohlheim sind)

Alle Argumente für ein Outlet sind mittlerweile widerlegt, fasst Sabine Scheele-Brenne die Beratungen im Ortsverein zusammen. „Was unsere Stadt wirklich braucht, sind möglichst schnell verlässliche Steuereinnahmen und nicht zweifelhafte Einnahmen in ungewisser Zukunft durch ein Outlet. Wir brauchen Arbeitsplätze, von denen man leben kann und nicht Jobs im Niedriglohnsektor, wie sie im Outlet vorherrschen.
Der Verkehr in unserer Stadt muss beruhigt und die biologische Vielfalt in unserer Natur gestärkt werden. Ein Outlet mit seinem gigantischen Parkplatz bewirkt genau das Gegenteil: Mehr Verkehr, mehr Luftverschmutzung und mehr Landschaftsversiegelung. Wir dürfen uns nicht auf Gedeih und Verderb einem einzigen Investor ausliefern, in einer Branche, in der ein Outlet genauso einfach weiterverkauft wird, wie ein Aktienpaket.

Es gibt Alternativen
Wenn der Investor sagt, er will Pohlheims Bestes, dann meint er das Land und die Lage, und nicht das Wohlergehen der Stadt! Natürlich gibt es für Pohlheim bessere Alternativen als ein Outlet, erläutert Horst Biadala. Die SPD schlägt als echte Alternative vor, dass die Stadt das Gewerbegebiet bei Garbenteich selbst vermarktet. Ein Teil wird verlegt und dadurch Abstand zur Wohnbebauung geschaffen. Die Stadt entwickelt abschnittsweise und behält dabei immer die Kontrolle, wer sich ansiedelt und wie gebaut wird. Steuereinnahmen können schon mit dem ersten neuen Betrieb sprudeln.

Gemeinsames Handeln erforderlich
Wenn sich Mittelhessen gegen das Rhein-Main-Gebiet behaupten will, müssen alle im Landkreis an einem Strang ziehen, ist Isray Budak überzeugt. Arbeitsplätze etwa im Technologiebereich können eine echte Konkurrenz zum Rhein-Main-Gebiet sein. Die dickköpfigen Alleingänge von Pohlheim bringen die Stadt nicht voran. Zudem gibt es in Pohlheim Handwerksbetriebe, die sich erweitern wollen, um ihre Arbeitsplätze zu sichern. Haben sie hier eine Möglichkeit dazu, kann möglicherweise dafür in den Ortskernen mehr Wohnraum geschaffen werden.

Bürgerwille respektieren

Die Freien Wähler erklärten jüngst, ein JA beim Bürgerentscheid für den Stopp des Outlets sei sinnlos, da die Planungen nach drei Jahren wieder aufgenommen würden. Das offenbart doch ein merkwürdiges Verständnis von dem demokratischen Instrument Bürgerbeteiligung, stellt Justin Küblbeck fest. Dazu gehört auch der Versuch, die Bürgerinitiative Garbenteich e.V. als „Privatinteressengruppe“ zu diskreditieren. Müssen wir daran erinnern, dass sich auch alle anderen Kommunen und Städte im Landkreis und darüber hinaus gegen das Outlet ausgesprochen haben?

Wie in einem Kampf David gegen Goliaths tritt die BI gegen eine Outlet-Lobby an, die den globalen Weltkonzern im Rücken hat. Die Verwendung der hochglanzgestylten Werbegrafiken des Investors im Info-Flyer der CDU ist vermutlich nur ein Vorgeschmack, wie der Investor seinen Einfluss noch spielen lassen wird, begründet Sven Weigel die Unterstützung der Sozialdemokraten für die Bürgerinitiative.

Pohlheim kann mehr!
Wir sollten das Pohlheimer Land nicht auf diese Weise für ein Outlet verschwenden. Damit gestalten wir auch, in welcher Stadt wir in Zukunft leben wollen, so abschließend Angelika Bartosch.