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SWG-Vorstand: „Wärmenetz mit Solarthermie hat Zukunft in Kommunen“

12.11.2015  |  SPD vor Ort

SPD vor Ort bei den Stadtwerken Gießen
Pohlheimer Sozialdemokraten informierten sich über energetische Möglichkeiten
Bei den Stadtwerken Gießen waren die Pohlheimer Sozialdemokraten dieser Tage zu Gast, um sich vor Ort über die energiewirtschaftlichen Weichenstellungen bei dem mittelhessischen Energieunternehmen zu informieren. Das Treffen mit dem technischen Vorstand Matthias Funk war auf Vermittlung des Watzenborn-Steinberger SPD-Vorsitzenden Wilken Gräf zu Stande gekommen. Aus Pohlheim waren unter anderem Fraktionsvorsitzender Peter Alexander und Vorsitzender Dominic Tamme unter den Gästen bei dem Informationsaustausch.

Funk, der gerade vom Energie-Gipfel der hessischen SPD in Wiesbaden zurück gekommen war, bezeichnete die energiepolitischen Weichenstellungen vom Grundsatz her als richtig. Das Versorgungsunternehmen das neben Gas, Wasser und Strom auch öffentlichen Nahverkehr anbietet, will mit seiner Strategie den Energieverbrauch bis 2020 halbieren. In der apostrophierten Energiewende stellte er die Bedeutung von Wärmenetzen mit dem zentralen Bestandteil der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) heraus. Sie wären ein ideales Bindeglied zwischen Strom- und Wärmemarkt und würden eine optimale Nutzung von Erneuerbaren Energien bedeuten. Zukünftig würden neben Brennstoffen aus Biogas und Industrie verstärkt solarthermische Anlagen eine wichtige Rolle spielen. Die Herausforderung beim Aufbau eines Wärmenetzes wäre eine hohe Anschlussquote beim Kunden und damit vorausgehend eine kollektive Entscheidung in den Kommunen, warb er bei den Kommunalpolitikern. Eine Empfehlung mit Einsparpotential vor Ort sei ein „Energiemonitoring“. Diese Überwachung helfe den Kommunen hohen und vielleicht unnötigen Energieverbrauch aufzudecken. Außerdem würde es Fragen beantworten, wie „Wie viel Energie verbrauchen unsere Hallen und Kindergärten eigentlich im Vergleich zu gleichartigen Objekten?“ Auch Energiebeiräte in den Städten und Gemeinden mit Bürgern Experten seien dabei hilfreich neue energetische Wege in der Kommune zu finden. Die Stadtwerke Gießen empfahl er als erster Ansprechpartner bei allen Fragen und kompetenter Partner rund um die Energieversorgung. Die Sozialdemokraten sehen ein „Energiemonitoring“ als sehr hilfreich an und werden sich für die Installierung eines Energiebeirates in Pohlheim einsetzen. Sie bedankten sich bei Funk über das vermittelte Faktenwissen.