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„Beitrag für sozialen Frieden!“ Pohlheimer Sozialdemokraten vor Ort in Gießener Jugendwerkstatt

24.09.2015  |  SPD Ortsverein, Fraktion, SPD vor Ort

In der Besuchsreihe „Pohlheimer SPD vor Ort“ besuchten Mitglieder aus Fraktion und Ortsverein die Jugendwerkstatt Gießen, um sich ein eigenes Bild von der Arbeit für die berufliche Eingliederung von jungen Erwachsenen in schwierigen Lebensphasen zu machen.

Interessiert hören die Mitglieder von Fraktion und Ortsverein der Pohlheimer Sozialdemokraten den Informationen von dem Leiter der Jugendwerkstatt, Wolfgang Balser zu

Interessiert hören die Mitglieder von Fraktion und Ortsverein der Pohlheimer Sozialdemokraten den Informationen von dem Leiter der Jugendwerkstatt, Wolfgang Balser zu

(rge) Fraktionsvorsitzender Peter Alexander, die beiden Pohlheimer Stadträte Sabine Scheele-Brenne und Tobias Slenzcek sowie weitere Sozialdemokraten wurden dabei unter anderem von den beiden Vorsitzenden der Qualifizierungseinrichtung Jugendwerkstatt e.V., Wolfgang Balser und Christoph Geist, begrüßt und durch die Lehrwerkstätten geführt. Dort erhielten sie zudem einen Einblick in das Angebot des Gebrauchtwaren-Kaufhauses auf dem Gelände im Alten Krofdorfer Weg.

Bis zu 200 junge Menschen sind jährlich in der Jugendwerkstatt in Ausbildung und Qualifizierung, informierte Balser. Davon sind 38 Auszubildende, zu denen seit diesen Septembertagen noch einmal 20 junge Frauen und Männer dazu gekommen sind. Sie werden unter anderem in den Sparten Schreiner, Metallverarbeitung, Fachkraft für Holz- und Bautenschutz, Bauten- und Objektbeschichter, Verkäufer und Bürokaufleute ausgebildet. Die Prüfungsresultate sind beachtlich: Eine interne Bilanz zeigt auf, dass in beiden Einrichtungen alleine im Zeitraum von 2000 – bis 2010 400 junge Menschen eine Berufsausbildung abschließen konnten, wurde sie informiert. Rund 1.600 Personen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnahmen, wurden bisher in den ersten Arbeits- oder Ausbildungsmarkt vermittelt.

Ein großes Problem stelle die Finanzierung der Einrichtung dar, da insbesondere die Agentur für Arbeit ihre finanzielle Beteiligung an dem Ausbildungsprogramm stark reduziert habe, erfuhren die Pohlheimer Sozialdemokraten. Notwendiger denn je seien private Spenden, wie auch solche von Kirchengemeinden, unterstrich Balser. Mit einem Gesamtetat von rund 3,4 Mio. Euro und einem Personalkostenanteil von 80 % stellt die Jugendwerkstatt mit all ihren Abteilungen einschließlich Fahrradwerkstatt und Sozialkaufhaus eine gewichtige Größe auf dem lokalen Arbeitsmarkt dar.

Die Kommunalpolitiker aus Pohlheim waren bei ihrem Rundgang tief beeindruckt von den hohen Standards und vielfältigen Möglichkeiten für die jungen Menschen. Die Besucher erfuhren weiter, dass sich die Stadt Gießen an den Kosten dieser Einrichtung beteiligt. Die Jugendwerkstatt hat eine wichtige Ausbildungsaufgabe für die Region Gießen und Umgebung übernommen, waren sich die Pohlheimer Sozialdemokraten in der anschließenden Diskussionsrunde mit den Verantwortlichen einig. Wünschenswert finden sie eine praktische und ideelle Unterstützung durch die Stadt Pohlheim und die anderen Kreiskommunen. Für die Sozialdemokraten leistet die Jugendwerkstatt mit ihren Investitionen in die Menschen einen unschätzbaren Beitrag für den Sozialen Frieden in der Region mit einer einzigartigen Chance in eine berufliche und persönliche Zukunft für die betroffenen Frauen und Männer in Stadt und Landkreis Gießen. Dank ging am Ende an Prof. Dr. Ernst-Ulrich Huster der als stellvertretender Fraktionsvorsitzender diesen Termin organisiert hatte.