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150 Jahre Sozialdemokratische Partei Deutschlands SPD – 1863 bis 2013

21.05.2013  |  Allgemein, Fraktion

von Karl-Rainer Philipp
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Karl-Rainer Philipp

Karl-Rainer Philipp

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
die Richtung muss stimmen!

Die Politik der SPD ging immer in die gleiche Richtung, in Zeiten ihrer Gründung im Kaiserreich, während der Weimarer Republik, den Zeiten des Naziregimes und auch in den erfolgreichen Zeiten des Aufbaus unserer Gemeinwesen nach dem schrecklichen 2. Weltkrieg bis hin zu unserer Zeit, in der unsere Gesellschaft den Konsumverlockungen stetig ausgesetzt ist, für Soziale Gerechtigkeit oftmals kein Platz zu sein scheint und die neben einigen wenigen Gewinnern leider viele Verlierer hervorbringt.

Gegründet 1863 von deutschen Handwerkern als Arbeiterverein im Kampf für menschliche Würde und soziale Gerechtigkeit, aufbauend auf den bis heute gültigen Grundsätzen Freiheit – Gerechtigkeit – Solidarität – Frieden, hat die Partei in der Kaiserzeit mutig und erfolgreich für die Frauenrechte und –bildung sowie politische und soziale Anerkennung der bislang schutz- und rechtlosen Menschen gestritten, in der Weimarer Republik den ersten demokratischen Staat auf deutschem Boden maßgeblich mitgestaltet und ihn, unter schlimmsten Opfern, als einzige demokratische Partei gegen den Totalitarismus der Nationalsozialisten verteidigt.

Auch nach der von Deutschland verschuldeten Katastrophe in der Zeit nach 1945 waren es im geteilten Land Frauen und Männer der SPD, die auf den Trümmern einer ausweglos erscheinenden Gegenwart die Richtung in eine neue Zukunft wiesen und mit ihrer auf Völkerverständigung ausgerichteten Friedens- und Ostpolitik die Voraussetzungen für die Wiedervereinigung schufen. Nicht Helmut Kohl ist der „Wiedervereinigungskanzler“, der erntete nur die Früchte der von Willy Brandt ausgebrachten Saat. Dessen Ostpolitik, für die er und seine Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten vielen Schmähungen ausgesetzt waren, die seinerzeit in dem – glücklicherweise erfolglosen – Misstrauensvotum der Opposition mündeten, hat die Grundlage für die Wiedervereinigung gelegt. Die Reaktionen Gorbatschows wären ohne Willy Brandt nicht möglich gewesen, davon bin ich zutiefst überzeugt.

150 Jahre, die stolze Geschichte einer Partei, die angesichts der vielen noch ungelösten Probleme – gleich ob international, bundesweit, hessenweit oder auf kommunaler Ebene – nicht aufhören wird, in Richtung auf ein gerechtes, freies, solidarisches und friedfertiges Deutschland zu wirken. Wir haben die geeigneten Persönlichkeiten in unseren Reihen, die eine erfolgreiche Weiterentwicklung garantieren. Beispielhaft für viele andere auf allen politischen Ebenen möchte ich hier unseren hessischen Landesvorsitzenden, Fraktionsvorsitzenden im hessischen Landtag und Ministerpräsidentenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel nennen. Er verdient es, am 22. September 2013 als direkt gewählter Landtagsabgeordneter in Wiesbaden für die kommenden Jahre die künftige hessische Politik federführend zu gestalten – und zwar als neuer hessischer Ministerpräsident.