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Heinz-Erhardt-Abend der Pohlheimer SPD hielt was er versprach

19.03.2013  |  Allgemein

Zuschauer waren begeistert von Comedian Hans-Joachim Heist

Nur ein ganz Kleiner! Mit dem großen Heinz-Erhardt-Abend kam ZDF-Heute-Show-Comedian Hans-Joachim Heist auf Einladung der SPD Pohlheim in die Volkshalle nach Watzenborn-Steinberg

POHLHEIM/WATZENBORN-STEINBERG  (rge/ger/rg), „Eieiei, ich bin ein Schelm von Hause aus!“. Der Schelm war an diesem Samstagabend Heinz Erhardt, pardon natürlich Hans-Joachim Heist. Der aus der ZDF-heute-show als „Gernot Hassknecht“ bekannte Comedian gastierte als eben dieser unvergessene Komiker, Musiker, Entertainer, Schauspieler und Dichter auf der Bühne der Volkshalle Watzenborn-Steinberg. Die Figur des Heinz Erhardt war ihm dabei, wie auf den Leib geschneidert. Die mehr als 300 Zuschauer waren begeistert, was er fast zwei Stunden auf der Bühne aus dem großen Erhardt-Fundus fast im Original aber mit seiner eigenen Note ablieferte. Sein Auftritt war zudem eine Premiere, denn erstmals war er mit seinem Pohlheimer Gastspiel auf Einladung der SPD in einer Stadt in Mittelhessen live zu sehen.

Comedian Hans-Joachim Heist nach dem großen Heinz-Erhardt-Abend inmitten von Pohlheimer SPD-Mitgliedern

Zu Beginn kündigte in seiner Begrüßung von der veranstaltenden SPD deren Vorsitzender Dominic Tamme mit Heist nicht von Ungefähr beste Unterhaltung an. „Noch`n Gedicht“ lautete und war das Programm des großen Heinz-Erhardt-Abends und das erwarteten die Zuschauer und wurden nicht enttäuscht. Er erinnerte dabei auch den Steuerbeamten Willi Witzig in Gestik und Kalauern, die kein Auge trocken ließen. Nur wenige Sekunden benötigte Heist, um zu dem damaligen „Comedy-Star“ Erhardt mit Hornbrille mit passenden Gesichtsausdruck und Körperhaltung zu wechseln. So begrüßte er die „Damen und die ihnen Nachlaufen“ mit seiner ihm eigenen „scheu“. Erstes Aha-Erlebnis des Publikums sein „König Erl“ von „Johann Wolfgang von Frankfurt“. Als Erfinder der gleichnamigen Straße kündigte er „Ludwig Uhland“ an, der seinem „intellenten“ Publikum „Das Unwetter“ ankündigte. „Mensch, bin ich heute Abend verstreut“ bekannte er und informierte so gleich das Kolumbus auf seiner Entdeckungsfahrt einfach nur falsch abgebogen sei und so das „Eis des Kolumbus“ fand. Der nach eigenen Angaben im Jahre „Schalke 09“ geborene Komiker hatte aber auch flotte Lieder komponiert. So sang Heist dessen Moritat „Fährt der alte Lord fort“ mit Sprache und Gestik von Erhardt in Perfektion. Als „Blähboy“ berichtete er von den Hülsenfrüchten und von den Fans im Publikum mit einem langgezogenen „Aaaahhhhh“ erwartet vom Leben der „Made“ als Klassiker. Überhaupt waren die Zuschauer immer ganz nah dran am Geschehen. „Immer wenn ich traurig bin, trink ich einen Korn“ und stieß zugleich mit Gästen an. Das dabei nur Wasser im Spiel war tat der guten Laune keinen Abbruch. Das setzte sich auch im Programmverlauf fort. „Wir überspringen den Frühling, sonst kommen wir mit der Zeit nicht hin“ mahnte er die Erhardt-Freunde und lieferte dabei  auch beliebte Tiergedichte aus der Feder des Meisterkomikers. „Das Reh spring hoch, das Reh spring weit, dass kann es tun, es hat doch Zeit“ war eines der Reimereien an die man sich gerne erinnerte. „Wir wollen uns wieder vertragen“ sang Heist am Ende und erhielt von den restlos glücklichen Zuschauern „viel Geräusch“, wie es Heinz-Erhardt bei dem lang anhaltenden kräftigen Applaus gesagt hätte. Nach der Zugabe kündigte Hans-Joachim Heist seine Rückkehr für den 26. September 2013 nach Mittelhessen an, dann allerdings als inkorrekter Kommentator „Gernot Hassknecht“  mit seinem Programm „In 12 Schritten zum Choleriker“ in der Waggonhalle in Marburg.