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Die Sprachentwicklung Pohlheimer Kinder ist uns immens wichtig

12.03.2013  |  Fraktion

Wir wollen, dass alle Kinder in Pohlheim beste Startchancen haben. Beste Startchancen haben Kinder jedoch nur, wenn sie in ihrer Sprachentwicklung altersgerecht entwickelt sind. Deshalb hat die SPD-Fraktion im Pohlheimer Stadtparlament zusammen mit ihrem Koalitionspartner von den Grünen einen einschlägigen Antrag für die nächste Sitzung der Stadtverordnetenversammlung gestellt. Den genauen Wortlaut des Antrages mit ausführlicher Begründung finden Sie unter » Anträge oder gleich hier als » PDF.
 
Wir beantragen, dass flächendeckend in allen Pohlheimer Kindertagesstätten ab sofort das Kindersprachscreening KISS für alle 4 bis 4 ½ jährigen Kindergartenkinder durch fachlich besonders ausgebildete Erzieherinnen und Erzieher in den Pohlheimer Kindergärten durchgeführt wird. Damit wollen wir die Lücke, die in den vorgeschriebenen Zeiträumen der kinderärztlichen Pflicht-Untersuchungen klafft, sinnvoll zur Sprachentwicklungs-Untersuchung schließen.

Denn der geübte Umgang mit unserer Sprache ist nach unserer Auffassung Grundvoraussetzung, unser Bildungssystem erfolgreich zu durchlaufen.
Wer in seiner Sprachentwicklung hinterherhinkt, hat schlechtere Chancen, einen qualifizierten Schulabschluss zu erreichen und eine adäquate Ausbildung zu durchlaufen. Sei es ein Studium, sei es eine Berufsausbildung im Dienstleistungsgewerbe, sei es eine Berufsausbildung im Handwerk. Die hohen Anforderungen, die seitens der ausbildenden Betriebe inzwischen an ihre Auszubildenden gestellt werden, bedingen dies unabänderlich.

Denn nicht nur bei Kindern mit sog. Migrationshintergrund lassen sich selbst für Laien oftmals Sprachförderungsbedürfnisse erkennen, sondern zunehmend auch bei vielen anderen Kindern. Das Sprachscreening KISS stellt lediglich die Sprachentwicklung des einzelnen Kindes fest. Sollte die festgestellte Sprachentwicklung retardiert sein, werden die Kinder von besonders ausgebildeten Sprachexpertinnen und Sprachexperten des Gesundheitsamtes nochmals nachuntersucht. In entsprechenden gutachterlichen Empfehlungen werden dann die Eltern der Kinder auf eventuell nötige Behandlungen hingewiesen und ihnen anheimgestellt, gezielte Fördermaßnahmen einzuleiten. Die Entscheidung dafür obliegt jedoch alleine den jeweiligen Eltern.