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Kripo-Kommissar informiert bei SPD Garbenteich über Einbruch-Prävention

16.05.2012  |  Ortsbezirk Garbenteich

(rg) Dietmar Kromm, Kriminalhauptkommissar bei der Kriminalpolizeilichen Beratungsstelle für den Landkreis Gießen beim Polizeipräsidium Mittelhessen, weiß ganz genau wo Einbrecher leichtes Spiel haben, um unbefugt in Häuser zu gelangen. Das demonstrierte er bei der Informationsveranstaltung beim SPD Ortsbezirk Garbenteich im Gasthof „Zum Grünen Baum“ anhand von Beispielen, bei denen meist ein Schraubendreher oder Holzkeil reichte um in 10 bis 15 Sekunden schlecht gesicherte Fenster sowie Balkon- und Terrassentüren zu knacken. So leicht macht man es dann den Verbrechern, wenn man nicht für Vorsorge mit Einbruch hemmenden Materialien gesorgt hat. Der SPD-Ortsbezirksvorsitzende, Peter Alexander, begrüßte Kromm, der auf Anregung des ehemaligen Vorstandsmitgliedes Karl-Heinz Seibert nach Garbenteich gekommen war.

Kriminalhauptkommisar Dietmar Kromm (Foto: rg)

Kriminalhauptkommisar Dietmar Kromm (Foto: rg)

Dass Einbruchdiebstahl Konjunktur hat, demonstrierte der Kripo-Kommisar auch durch statistische Zahlen.
Rund 1.307 Straftaten gibt es in diesem Bereich in der Region Mittelhessen, mit einer erschreckend schwachen Aufklärungsquote von nur 15,8 Prozent, die bei sonstigen Taten bei 61 Prozent liegt. Weiterer Trend: Der ländliche Raum ist stärker von Raub und Diebstahl aus Häusern und Wohnungen betroffen. In der Stadt ist ein Rückgang zu verzeichnen. Die Diebe mögen es unbeobachtet und mit wenig Aufwand in kurzer Zeit in die Häuser zu gelangen.

Für die Opfer bedeutet dies dann nicht nur ein Verlust an Wertgegenständen und geliebten Erinnerungsstücken sondern viel mehr auch an einen persönlich erlebten Verlust von Sicherheitsgefühl in den eigenen vier Wänden. So haben die Einbruchsopfer oft lange mit den traumatischen Erlebnissen zu kämpfen. Da hilft nur Prävention empfiehlt der Fachmann, um den Einbruch mit entsprechendem Material zu verhindern. „Was nützt eine Top-Haustür, wenn Fenster und Fenstertüren eine Schwachstelle bilden.“ unterstreicht Kromm. Braucht ein Einbrecher über drei Minuten bei seinem Versuch, gibt er meist auf, weiß der Fachmann aus Erfahrung. Daher empfiehlt er mit entsprechenden Maßnahmen die Fenster abzusichern. Alte Fenster schützen meist nur vor Wind und Wetter. Heute sollte die Pilzkopfverriegelung, P4A-Verglasung und ein abschließbarer Griff Standard sein.

Die Widerstandsklasse (WWK) gibt darüber Auskunft, welchen Standard das Einbruch hemmende Material erfüllt. Je höher desto besser. Und wenn es eine Alarmanlage sein soll, dann schon eine von der Polizei empfohlene Anlage, keine Billiganlage aus dem Baumarkt. Bevor die Saison in der dunklen Jahreszeit wieder anbricht, sollte man gerüstet sein.

Bei der kriminalpolizeilichen Beratungsstelle in Gießen kann man unter Telefon 0641/7006 2050 einen Beratungstermin vereinbaren. Für die Gäste der SPD in dem Pohlheimer Stadtteil hatte er zudem Informationsmaterial mitgebracht.

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